Autoren-Porträt: Dee Borre

Autoren-Porträt: Dee Borre

DeeBorre, in der Eulenspiegelstadt Mölln geboren, verlebte seine ersten Kindheitsjahre an der dänischen Grenze. In dem Grenzörtchen mit dem ganz und gar unheidnischen Namen Rosenkranz war in den 50er Jahren immer noch ein Hauch von Aberglaube allgegenwärtig, von `Spökenkieken´, vom `Schimmelreiter´ und von `Biikebrennen´. Seine ersten `unheimlichen´ Abenteuer erlebte er hier und sie waren möglicherweise der Auslöser seiner späteren schriftstellerischen Passion. Jahrzehnte später, nach Lehre, Kunstakademie und Design-Ausbildung, folgten Tätigkeiten in diversen Werbeagenturen und als freier Illustrator. Mittlerweile fand er am unteren Niederrhein seine zweite Heimat, heirate dort und wurde Vater zweier Kinder. Zwar waren sein Hang zur Malerei und zur Musik ausgeprägt, aber seine heimliche Liebe galt dem Mysteriösen in Form des geschriebenen Wortes. Den Niederrhein, den schon Tacitus als `verruchtes Land, wo der Duivel zuhause ist´, bezeichnete, fand Borre einen reich gedeckten Tisch an Mysterien, Sagen, und Legenden. So entstanden viele Kurzgeschichten und drei Roman-Veröffentlichungen, die in dieser Region spielen. Das neue Werk, (The Witches of) DIXTONIS FLAT, natürlich ein Mystery-Thriller, hat dieses mal Südkalifornien als Handlungsort. Korruption, Mord und Liebe in Orange County. Dem Städtchen Dixtonis Flat steht sein Jubiläumsfest bevor. Alle freuen sich. Als dann bizarre Morde geschehen, heißt es schon bald: Die Hexen sind zurück …

 

Autoren-Porträt: Rainer Popp

Autoren-Porträt: Rainer Popp

Rainer Popp, geboren am 24. März 1946 in Staßfurt (Sachsen-Anhalt), geflohen 1951 aus der damaligen DDR in den freien Teil Deutschlands wegen der Verhaftung seines Vaters durch das SED-Regime, der als Oberstudiendirektor am heimatlichen Gymnasium Deutsch, Geschichte und Geographie lehrte; zuerst nach Bad Harzburg, dann nach Goslar an den Rand des Harzes; er lebt in Köln.
Seine beruflichen Stationen: Zweijähriges Volontariat bei der Goslarschen Zeitung, Chefreporter beim Donau Kurier (Ingolstadt), politischer Redakteur und Ressortleiter Zeitgeschehen in der Düsseldorfer Zentralredaktion der Westdeutschen Zeitung, Hauptstadt-Korrespondent der Nachrichtenagentur Deutscher Depeschen-Dienst (ddp) in Bonn, Chefredakteur – in Doppelfunktion – bei RTL-Radio und RTL-Fernsehen sowie Begründer und Leiter des Frühstücksfernsehens von RTL; zeitgleich Direktor des deutschen Programms von Radio Luxemburg. Darüber hinaus war er Herausgeber der vom Westdeutschen Rundfunk hergestellten und in der ARD bundesweit ausgestrahlten politisch-satirischen Sendung „Hurra Deutschland“ sowie ausführender Produzent der RTL-Nachtshow mit Thomas Koschwitz.
Rainer Popp, Autor mehrerer Bücher, arbeitete ebenfalls als Programmdirektor der BrainPoint GmbH in Frankfurt am Main. Der Schwerpunkt des Unternehmens: Konzeption von Fernsehsendungen. Außerdem beschäftigte er sich mit Informationsmedien in den Bereichen Motivation, Edukation sowie mit Seminar-Coaching für Führungskräfte. Er war von 2008 bis 2016 Geschäftsführer der Tele Veronika GmbH.
Sein neuer Roman „Die Wörter und die Toten“ ist soeben erschienen.
Popp ist Mitglied der gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus 1990 gegründeten Charta Europa, der auch der verstorbene tschechische Staatspräsident Vaclav Havel angehörte.

Buchbesprechung zu Wenn der Führer wüsste...

Buchbesprechung zu Wenn der Führer wüsste...

Rezension zu Heiger Ostertags neuem dystopischen Roman „Wenn der Führer wüsste..." von Dr. Uta Oberkampf.

Buch Wenn der Führer

Wie die Welt heute aussehen würde, hätte Hitler den Weltkrieg gewonnen, ist eine von Wissenschaftlern wie Literaten vieldiskutierte Frage, für die der promovierte Historiker Heiger Ostertag im Anhang einige Beispiele zitiert. Und auch für das Romangeschehen selbst werden in einem ausführlichen Nachwort interessante Hintergrundinformationen beigesteuert.
Die Erzählung setzt Siebzig Jahre nach dem Ende des „totalen Kriegs“ ein.
Nach dem „Endsieg“ der Nazis scheint im „Dritten Reich“ eine Machtelite die Geschicke des „Reiches“ fest in ihrer Hand zu halten. Interessant ist dabei, dass es die nachfolgenden Generationen der adligen Steigbügelhalter Hitlers sind, die in diesem Staatswesen immer noch Führungsrollen innehaben ( Justiz, Kultur, Heereswesen ). Aber mit dem Tod des Hitler-Enkels werden tektonische Verschiebungen im Machtgefüge sichtbar: Heer, SS und S.A. liefern sich Machtkämpfe, in die sich auch die unterdrückten Polen einmischen. Der Protagonist Rudolf von Bracken, aus dessen Blickwinkel der Leser das Geschehen verfolgt, gerät dabei zunehmend zwischen die Fronten und beginnt, das herrschende System infrage zu stellen. Mit ihm bewegt sich der Leser fast in James Bond-Manier in rasantem Wechsel durch die U-Bahntunnel Berlins, die Bunkergänge der „Wolfsschanze“ und über die Dächer der riesigen Baukomplexe von „Germania“, wie Berlin sich nun nennt. Es ist die Flucht vor einer „Macht“, die für Akteure und Leser gleichermaßen ungreifbar bleibt.
So wird in dieser negativen Utopie, in der eine arische Elite ein angenehmes Leben auf Kosten der Menschen „unreinen Bluts“ führen kann, der Leser bis zum ironisch-kritischen Ende in ständiger Spannung gehalten.
Der förmliche Stil – man geht zu Tisch, man speist, man lässt den Damen den Vortritt - gibt anschaulich die Atmosphäre der verknöcherten Gesellschaft einer überkommenen Adelsclique wieder, die sich als „Elite“ dieses Neuen Reiches sieht.
Selbst die Liebesbeziehungen haben in diesem Rahmen etwas Geschäftsmäßiges – und wo das nicht der Fall ist, muss es sich um „Gedankenverirrung“ handeln.
Hier wird er wieder wach, jener Geist der Nachkriegszeit, in der die alten Seilschaften aus dem Untergrund zu agieren wussten und keine Experimente duldeten; ein Geist, der erst durch die Studentenunruhen der endsechziger Jahre gebrochen werden konnte.
Für die Schilderung des fiktiven Geschehens nutzt der Autor die akribisch aufgelisteten Pläne der Naziführung für die Zeit nach dem Endsieg.
Mit seiner schnörkellosen Sprache, die ohne Wertung auskommt, Stellt er die Frage nach dem, was von den Führerpersönlichkeiten als Wahrheit verkauft wird und durchleuchtet dabei die innere Struktur der von ihnen so gerne genutzten Machtapparate
Es ist ein großes Personentableau, das in seiner geschickten Mischung aus selbstverliebten Ignoranten, Gutmenschen, politischen Hasardeuren und knallharten Machtmenschen den Roman lesenswert macht.
Denn das tief in den dunkelsten U-Bahn- und Bunkerschächten Verborgene lässt sich problemlos in die Jetztzeit projizieren:
„Staatsnotstand und Kriegsrecht“, wiederholte Erich von Rodenstein. „Ein geschickter Schachzug, um gegen unbequeme Frager und jeder Form der Opposition vorgehen zu können. Der Führer hat sich offenbar von seinen ungarischen und türkischen Verbündeten inspirieren lassen.“ ( S. 185 )

Heiger Ostertag – Wenn der Führer wüsste…

9. November 2023


Eine historische Dystopie
333 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-96438045-6, 1. Aufl. 2021

Kai Bliesener

Kai Bliesener

Kai Bliesener, geboren 1971 in Waiblingen, aufgewachsen in Fellbach, ist seit über zwanzig Jahren als Kommunikationsexperte, Mediendesigner und Pressesprecher für verschiedene Verbände und Unternehmen tätig. Neben mehreren Buchprojekten für die IG Metall hat er u.a. Beiträge für die Tageszeitung "taz", die Autorenzeitschrift Federwelt und für das Autorenforum "The Tempest" verfasst. Darunter waren umfangreiche Interviews mit Autoren wie Thomas Thiemeyer, Boris von Smercek, Joachim Hoell und Andreas Eschbach. Bilesener dessen Thriller an Don Winslow erinnern lebt mit Frau und Kindern im Remstal.

Scheinbar Unvereinbares zu spannenden Romanen zu verschmelzen ...

Scheinbar Unvereinbares zu spannenden Romanen zu verschmelzen ...

Scheinbar Unvereinbares zu spannenden Romanen zu verschmelzen ist das Metier von Romanautorin Claudia Magerl: römische und antike Geschichte, menschliche Leidenschaften und Lesefreude, aber auch Tragik und Humor. Ihr Stil: packend, gefühlvoll, turbulent. Als Journalistin ist ihr eine genaue Recherche der Lebenswege und des Umfelds ihrer Heldinnen und Helden eine Herzensangelegenheit. Die überlieferten Fakten und Episoden in eine dynamische Handlung voller Leidenschaft einzubinden, ist ihre Stärke als Schriftstellerin.

Claudia Magerl wurde in Mannheim geboren und wuchs in Südamerika (Uruguay und Ecuador) auf. Danach arbeitete sie lange Zeit für diverse Zeitschriften- und Zeitungsverlage in Deutschland, bevor sie mit ihrer Familie in die italienische Schweiz zog. „Da ich selbst ein kultureller Mischling bin, fasziniert mich neben der Schönheit des Tessins vor allem der Mix aus Nord und Süd, der hier allgegenwärtig ist: in den Menschen, ihrer Geschichte, in der Landschaft“, so die Autorin. Genau dies prägt auch ihre Romane: „Ich möchte meinen deutschsprachigen Lesern auf unterhaltsame Weise das Fühlen und Denken in der Antike vermitteln. So ist es möglich, die Distanz, die uns zeitlich und räumlich trennt, zu überwinden – denn wir können vor allem dann von unseren kulturellen Ahnen lernen, wenn sie wieder zum Leben erwachen und wir ihnen so auf menschliche Weise nah kommen. Durch ihre Fehler und Erfolge, ihre Gedanken, Taten, Gefühle und Träume, die uns alle verbinden, entdecken wir nicht nur sie, sondern auch uns selbstneu – und das macht einfach Freude.“

Störenfried

Störenfried

Thomas Schwandt, Jahrgang 1960, stammt aus Sassnitz auf der Insel Rügen. Der freiberufliche Wirtschaftsjournalist lebt und arbeitet in Rövershagen nahe Rostock. Im Südwestbuch-Verlag erschienen von ihm bisher fünf spannungsgeladene Polit-Thriller, in deren Handlungen geschickt Fiktion und Wirklichkeit verwoben sind (unter anderem „Das Fanal – Terrorschiff aus Trelleborg“ von 2017). Mit dem neuen Buch „Störenfried“ hat sich Schwandt erstmals dem Genre Roman zugewandt.

Sudden Death - Endzeit

Sudden Death - Endzeit

Ulrich Cardell arbeitete 30 Jahre in verschiedenen Funktionen in der Kreditwirtschaft. Als Chefvolkswirt eines Verbandes war er u. a. mit der Euro-Einführung befasst. Den Euro und die Entwicklung der Europäischen Währungsunion begleitet er mit ebenso kritischem Blick wie die Rolle Deutschlands im Konzert der großen Mächte. Sein neuester Thriller verbindet geschickt die wirtschaftlichen und geostrategischen Zusammenhänge mit den kriminellen Interessen der Täter des aktuellen Falles.

Sudden Death - Endzeit
ISBN: 978-3964380180
Im Handel ab 31.05.2019

Bisher von Cardell erschienen:

Anschlag im April - Südwestbuch 2012
Janes Monopoly - Südwestbuch 2015
Wachwechsel - Südwestbuch 2016
Saddams Tränen - Südwestbuch 2017
Sudden Death - Südwestbuch 2019

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